Stadion

das neue Zuhause für Mainz 05

... und wir haben es bauen dürfen ...

250.000 Kubikmeter Erdbewegung, 25.000 Kubikmeter Ortbeton, 5.000 Tonnen Stahl, 200 Meter Länge, 184 Meter Breite und 30 Meter Höhe.

Mit der Aufgabe von der Stadt Mainz und dem Fußballbundesligisten Mainz 05  betraut zu werden, eine Fußball-Arena zu bauen, ist für den Bauherrn in gleichem Maße Herausforderung und Verantwortung. Die üblichen Dimensionen und Kriterien reichen bei der Projektentwicklung nicht aus. Allein den Projektablaufplan zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Nach der erfolgreichen Einweihung und einem bestandenen Praxistest ist es bei solchen Großprojekten üblich, mit tollen Bildern und schier gigantischen Zahlen zu glänzen. Interessant ist aber auch, den Blick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Zuschauern, Mitarbeitern des Vereins und Presse zu richten, die beim Bau des neuen Stadions berücksichtigt werden mussten.

So gibt es unter den Zuschauern 05Fans und die Fans der Gästemannschaft. Von den eigenen Fans stehen mehr als zehntausend auf der „Mainzer Wand“.. Andere Fans möchten ein Spiel sitzend verfolgen. Es gibt Fans mit Handicap, also Rollifahrer, Hörgeschädigte, Sehbehinderte und Blinde. Dann sind da noch Mainzer Fans, die das Spiel wie ein Trainer von der Seitenlinie stehend beobachten wollen (Supporterbereich), sie brauchen den Überblick – schließlich sind ja alle ein bisschen Trainer. Wieder andere legen Wert auf einen gemütlichen Sessel mit einem Büfett in der Nähe. Und schließlich gibt es noch Arena-Besucher, die Gäste in „ihrer“ selbst gestalteten Loge empfangen wollen. 

Auch an die Bedürfnisse der Gäste-Fans muss beim Bau eines Stadions gedacht werden: Da gibt es die organisierten Fans der Gästemannschaft, die mit dem Bus anreisen oder mit einem Sonderzug. Es gibt leider auch gewaltbereite Fans, denen man besonders begegnen muss. Meist gibt es aber friedliche Gästefans, die oft hunderte Kilometer Anreise auf sich nehmen, um ihre Mannschaft in der Fremde anzufeuern.

Beim Bau eines Stadions sind auch die Wünsche der Beschäftigten des Vereins und die Akteure von Ligaspielen wichtig. Dazu zählen natürlich die Fußballer der Heim- und Gästemannschaft, aber auch deren Trainer, Ärzte, Zeugwarte, Masseure und viele andere. Dazu kommen die Schiedsrichter sowie die Balljungen und Ballmädchen. Sie alle brauchen Räume in unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Kein Spiel der 05er findet unter Ausschluss der Presse statt. Sie berichtet von den Spielen und hat je nach Medium unterschiedliche Ansprüche: Das Fernseh-Personal arbeitet mit Ton, Licht und Regie. Anschlüsse an Glasfaser, Satellit und DSL sind vorzuhalten und die Radiomacher, Fotografen und schreibende Presse möchten auch vom Spiel berichten.

Stadionbesucher wollen essen und trinken. Dies gelingt nur, wenn das Küchenpersonal alles vorbereitet hat. Diese 200 Beschäftigten  müssen sich aufgrund von Hygienevorschriften getrennt von allen anderen umziehen und Duschen und Toiletten vorfinden.

Alle wollen friedliche Spiele. Dafür braucht es Vereinsordner und Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter.

Alle wollen schnell zum Stadion hinkommen und genauso schnell wieder weg und dies am liebsten umweltfreundlich, friedlich sowie ohne Schäden und Belästigungen. Das von der GVG geleitete Bauteam hat diese Themen schon bei der Konzeption eingebracht und mit Fachleuten der verschiedensten Disziplinen umgesetzt. Was sicherlich am Bau selten und einer Erwähnung wert ist: Die GVG hat als Bauherr dafür gesorgt, dass die Zeit- und Kostenrahmen eingehalten wurden.

Einen Vorgeschmack auf die Coface Arena wollen wir Ihnen hier geben. Doch das eigene Erleben ist immer besser. Wir laden Sie daher gemeinsam mit unserem Mainzer Bundesligisten zu einer Besichtigung ein. Termine können Sie unter www.mainz05.de vereinbaren.